Paraneoplasie

Lungenkrebs CT koronar

Als Paraneoplasie werden Symptome und Befunde bezeichnet, die durch Fernwirkung eines Tumors zustande kommen. Vermittelt werden sie durch Mediatorstoffe, die von Krebszellen gebildet werden und in die Blutbahn gelangen. Bestimmte paraneoplastische Symptome und Befunde kommen bei einigen Krebsarten gehäuft vor.

Oesophagusvarizenblutung

Ösophagusvarizen mit Blutungsstigmata (Gastroskopie)

Die Ösophagusvarizenblutung ist eine Blutung aus gestauten Krampfadern (Varizen) in der Speiseröhre (Ösophagus). Sie stellt eine lebensbedrohliche Komplikation einer fortgeschrittenen Narbenleber (Leberzirrhose) dar. Ihre Mortalität (Sterberate) von früher etwa 40 % innerhalb der ersten 6 Wochen hat sich durch neuere Behandlungsmöglichkeiten auf 15 % gesenkt.

Gewichtsabnahme

Eine Gewichtsabnahme kann gewollt oder ungewollt sein. Eine gewollte Gewichtsabnahme sollte in „gesundem Maße“ durchgeführt und kontrolliert werden, um nicht in kritische Stoffwechselsituationen hineinzukommen. Übergewichtige Kinder sollten bis zur Pubertät normalgewichtig werden. Danach steigt das spätere Diabetesrisiko. Eine ungewollte Gewichtsabnahme kann auf eine innere Krankheit deuten.

Leberschmerzen

Stark gestaute Vena cava inferior und Vena hepatica

Leberschmerzen sind Schmerzen, die unter dem rechten Rippenbogen verspürt werden. Sie lassen auf einen entzündlichen oder sonstigen Prozess schließen, der mit einer relativ raschen Größenzunahme der Leber verbunden ist.

Saures Aufstoßen – Reflux

Erosive Refluxkrankheit

Saures Aufstoßen ist Zeichen für einen Reflux (Rückfluss) von saurem Magensaft in die Speiseröhre. Dabei verspürt man meist Brennen hinter dem Brustbein (Sodbrennen) und Säure auf die Zunge hochkommen.

Extrasystolen

EKG: Vorhofflattern

Extrasystolen sind Extraschläge des Herzens. Sie sind klinisch erkennbar durch eingestreute Extraschläge und durch ein EKG differenzierbar.

Glasgow Coma Scale (GCS)

Gehirn Querschnitt schematisch

Die Glasgow Coma Scale (GCS) wurde entwickelt, um die Beurteilung neurologisch gefährdeter Patienten (z. B. nach einem Schädel-Hirn-Trauma) bezüglich der Einschränkung ihres Bewusstseins zu standardisieren und um die Schwere, die Entwicklung und Prognose der Verletzung abschätzen und den Behandlungsplan individualisieren zu können.

Funktionelle Herzkrankheit

Stetoskop Auskultation

Eine funktionelle Herzkrankheit liegt vor, wenn Herzbeschwerden nicht auf eine organische Ursache zurückgeführt werden können. Dazu ist im Zweifelsfall eine differenzierte Ausschlussdiagnostik erforderlich.

Halsvenenstauung

Gestaute Halsvenen bei Rechtsherzinsuffizienz

Eine Halsvenenstauung („Halsveneneinflussstauung“) ist ein klinisches Zeichen, das am häufigsten auf eine Rechtsherzbelastung, z. B. durch eine Lungenkrankheit, hinweist. Das vom Kopf zum Herzen fließende Blut staut sich in den Halsvenen (Jugularvenen).

Appetitlosigkeit

Symptome

Appetitlosigkeit wird auch als Inappetenz bezeichnet. Sie ist ein vieldeutiges Symptom und tritt bei vielen Erkrankungen als führendes Symptom oder Begleitsymptom auf. Ursachen sind akute und chronische Erkrankungen sowie bösartige Tumore.