Die Ösophagusvarizenblutung ist eine Blutung aus gestauten Krampfadern (Varizen) in der Speiseröhre (Ösophagus). Sie stellt eine lebensbedrohliche Komplikation einer fortgeschrittenen Narbenleber (Leberzirrhose) dar. Ihre Mortalität (Sterberate) von früher etwa 40 % innerhalb der ersten 6 Wochen hat sich durch neuere Behandlungsmöglichkeiten auf 15 % gesenkt.
Kategorie: Leberkrankheiten
In dieser Kategorie sind Erkrankungen der Leber zusammengefasst.
Budd-Chiari-Syndrom
Beim Budd‑Chiari‑Syndrom (BCS) sind eine oder mehrere Lebervenen verschlossen, sodass das Blut nicht mehr ungehindert aus der Leber zum Herzen abfließen kann. Die Folge ist ein Rückstau mit Vergrößerung und eingeschränkter Funktion der Leber, was sich auch auf die Verdauung ausdehnen kann.
Die Leber
Die Leber ist das zentrale Stoffwechselorgan des Körpers. Sie versorgt den Körper mit Energie, reguliert das Stoffwechselgleichgewicht von Eiweißen, Fetten, Kohlenhydraten und Spurenelementen nach Bedarf, beeinflusst die Zusammensetzung des Blutplasmas und übt Entgiftungs- und Ausscheidungsfunktionen aus.
Ösophagusvarizen
Allgemeines Ösophagusvarizen sind Krampfadern in der Speiseröhre. Sie entstehen durch einen Pfortaderhochdruck. Häufigste Ursache ist eine vernarbte Leber (Leberzirrhose). Gefürchtet sind Blutungen, denn sie sind problematisch zu stillen. Oft erfolgreich sind endoskopische Methoden in Spezialkliniken. Medikamente können in Notfallsituationen den Druck in den Ösophagusvarizen senken und die Zeit bis zur Notfallendoskopie überbrücken. Blutungsbereite Varizen werden… Ösophagusvarizen weiterlesen
Entstehung der Leberzirrhose
Die Entstehung der Leberzirrhose ist an eine Aktivierung der Kollagen-bildenden Zellen der Leber gebunden. Eine solche Aktivierung entsteht in Begleitung einer, selbst auch bei einer minimalen chronischen Entzündung.
Ursachen der Leberzirrhose
Die Leberzirrhose (Narbenleber) ist Folge einer chronischen Entzündung (chronische Hepatitis)n eines anhaltenden Gallestaus (chronische Cholestase) oder eines rapiden Zelluntergangs (postnekrotische Leberzirrhose), der wiederum entzündliche oder toxische Ursachen haben kann.
Reye-Syndrom
Das Reye-Syndrom ist eine akute Erkrankung von Kindern und Jugendlichen mit Enzephalopathie und Erhöhung der Transaminasen und des Ammoniaks im Blut. Typischerweise tritt das Reye-Syndrom nach einem viralen Infekt und unter dem Einfluss von Acetylsalicylsäure auf.
Alagille Syndrom
Das Alagille-Syndrom ist ein genetisch bedingte Krankheit mit angeborenem Gallestau bei Missbildung der Gallenwege und weiterer Organsysteme und des Gesichts. Allgemeines Das Alagille-Syndrom ist auch bekannt als „arteriohepatische Dysplasie“ und gehört zu den Neugeborenencholestasen. Charkteristisch ist der ausgeprägte verlängerte Ikterus (Gelbsucht) sowie der starke Juckreiz. Ursache ist eine Fehlanlage der Gallenwege (Gallengangsatresie). Meistens bestehen gleichzeitig… Alagille Syndrom weiterlesen
AMA-negative PBC
Die AMA-negative Form der PBC wurde gelegentlich als Autoimmuncholangitis (AIC) bezeichnet, da sie durch Selbstangriff des eigenen Immunsystems auf die kleinsten Gallengangsepithelien entsteht und unterhalten wird.
Akute Schwangerschaftsfettleber
Die akute Schwangerschaftsfettleber (acute fatty liver of pregnancy, AFLP) ist eine lebensbedrohliche, nur im letzten Drittel der Schwangerschaft (Trimenon) vorkommende Funktionsstörung der Leberzellen (Hepatozyten), die mit einer erheblichen Fetteinlagerung einhergeht und ein hohes Sterblichkeitsrisiko für Mutter und Kind bedeutet.