Blutgerinnung

Die Blutgerinnung ist ein komplexer Prozess zur Stillung einer Blutung (Hämostase) durch Abdichtung verletzter Blutgefäße. Sie beruht auf der Aktivierung eines fein abgestimmten Gerinnungssystems.

Disseminierte intravasale Gerinnung

Makromolekül (Kalottenmodell)

Disseminierte intravasale Gerinnung (DIC) (engl.: disseminated intravascular coagulation, abgekürzt DIC) besagt, dass sich im Blutgefäßsystem ständig und überall kleinste Gerinnsel bilden, die sich wieder auflösen und neu bilden.

Thrombus

Lungenembolie (Computertomographie)

Ein Thrombus ist ein lokales Blutgerinnsel in einem Blutgefäß. Er entsteht durch die Verklumpung (Koagulation) von Bestandteilen des Gerinnungssystems am Ort eines Gefäßdefekts und dient seiner Abdichtung. Klinisch bedeutsame Thrombosen entstehen am häufigsten in den Beinvenen. Sie sind mögliche Quellen einer Lungenembolie.

D-Dimere

Makromolekül (Kalottenmodell)

D-Dimere sind Fibrin- und Fibrinogen-Spaltprodukte (splits), die zur Diagnostik einer gesteigerten Fibrinolyse (Hyperfibrinolyse) bestimmt werden. Zu ihrem Nachweis werden in der Regel monoklonale Antikörper eingesetzt, die für die verschiedenen Subtypen unterschiedlich empfindlich sind.

PTT – Partielle Thromboplastinzeit

Die PTT (Partielle Thromboplastinzeit) gibt Aufschluss über das „endogene“ Gerinnungssystem. In den meisten Fällen wird sie routinemäßig bei einer Blutungsneigung und verlängerten Blutungszeit bestimmt.

DOAC

Lungenembolie (Computertomographie)

DOAC (direct oral anticoagulants) sind neuere direkt wirkende orale Gerinnungshemmer. Auch die Bezeichnung NOAC wird benutzt. Sie steht für „novel oral anticoagulants“ oder „Non-vitamin K antagonist oral anticoagulants“ (=non-VKA oral anticoagulants).

Thrombozytenaggregationshemmer

Medikamente

Thrombozytenaggregationshemmer sind Medikamente, die zur Verhinderung einer Gerinnselbildung im Blut und einer Embolie eingesetzt werden. Sie verhindern die Aggregation von Thrombozyten und damit die lokale Thrombenbildung (Bildung von Blutgerinnseln) an arteriosklerotischen Gefäßen.

Lungenembolie

Lungenembolie (Computertomographie)

Als Lungenembolie (LE) wird der Verschluss von größeren oder kleineren Lungenarterien durch ein Blutgerinnsel bezeichnet. Sie kann zu plötzlicher Atemnot und Herzversagen führen.

Petechiale Blutungen

Petechien in der Magenschleimhaut

Petechiale Blutungen (engl.: petechial rush, petechial hemorrhage) sind punktförmige oder stecknadelkopfgroße Einblutungen in Gewebe und Organe des Körpers. Sie können auch Schleimhäute, beispielsweise des Magens (hämorrhagische Gastritis), und innere Organe, so auch das Gehirn betreffen.

Hyperhomocysteinämie

Lungenembolie (Computertomographie)

Hyperhomocysteinämie (HHCy) bedeutet erhöter Spiegel an Homocystein (HCy) im Blut. Sie ist mit einem erhöhten Risiko von Thrombosen, Embolien, Herzinfarkt und Schlaganfall verbunden.