Monozytose

Differenzialblutbild (Schema)

Monozytose bedeutet Vermehrung der Zahl der Monozyten im Blut. Sie tritt bei verschiedenen, insbesondere viralen Infektionen auf. Besonders ausgeprägt ist sie bei einer infektiösen Mononukleose, die zusammen mit starken Lymphknotenschwellungen und hohem Fieber als Pfeiffersches Drüsenfieber bekannt ist. Auch bei einigen neoplastischen Erkrankungen findet man eine Monozytose.

Auerstäbchen

akute myeloische Leukämie (Blutausstrich)

Auerstäbchen (engl.: Auer rod) sind sich blau anfärbende, basophile längliche Plasmaeinschlüsse, die sich im Differenzialblutbild in Blasten verschiedener Leukämieformen, insbesondere einer akuten myeloischen Leukämie, erkennen lassen und gelten da als prognostisch günstiges Zeichen.

Osteomyelofibrose

Knochen, Gelenke, Skelett, Röntgenbilder

Die Osteomyelofibrose (oder Osteomyelosklerose) ist gekennzeichnet durch eine zunehmende Fibrosierung (übermäßige Bindegewebsvermehrung) oder Sklerosierung (Verhärtung durch Bindegewebsvermehrung) des Knochenmarks, durch die es zu einer Verdrängung der Blutbildung in die Milz und in die Leber kommt (extramedulläre Hämatopoese).

Immunthrombozytopenie

Petechien und Suggilationen am Arm bei Thrombozytopenie

Immunthrombozytopenie (immunthrombozytopenische Purpura, früher: idiopathische thromboztopenische Purpura, ITP) bedeutet Mangel an Thrombozyten (Blutplättchen) durch Autoantikörper. Die akute Form kommt häufiger bei Kindern vor; die chronische Form tritt eher bei Erwachsenen auf und wird hier auch als Morbus Werlhof bezeichnet.

Leukämie

Differenzialblutbild (Schema)

Leukämie bedeutet wörtlich „weißes Blut“; sie wird auch als Leukose oder Blutkrebs bezeichnet. Ursache ist eine unkontrollierte Vermehrung weißer Blutkörperchen (Leukozyten) im Knochenmark und lymphatischen Geweben, wie Lymphknoten und Milz.