Harnstoff

Laboruntersuchungen

Harnstoff (engl.: urea) ist ein Stoffwechselendprodukt und stammt aus dem Abbau von Aminosäuren. Seine Produktion reflektiert damit den Abbau von Nahrungs- und körpereigenen Proteinen. Als niedermolekulare Verbindung wird er rasch über die Nieren ausgeschieden.

Niereninsuffizienz

Gestautes Nierenbecken bei einem Blasentumor (Sonographie)

Niereninsuffizienz bedeutet Nierenfunktionsstörung, d. h. Störung der Ausscheidung von „kompetentem Urin“. Die retinierten Giftstoffe sammeln sich im Körper an und führen zu zu schwerwiegenden Symptomen bis hin zu einer Hirnschädigung und einem Koma (Coma uraemicum).

Hepatorenales Syndrom

Aszites, Nabelbruch und Umwegskreisläufe bei einer dekompensierten Leberzirrhose Leberzirrhose

Das hepatorenale Syndrom (HRS) ist eine lebensbedrohliche Komplikation einer fortgeschrittenen Leberzirrhose. Dabei versagen die Nieren, obwohl keine eigene Nierenerkrankung vorliegt. Anfangs ähnelt das Bild einem prärenalen Nierenversagen, entwickelt sich jedoch ohne Behandlung zu einer dauerhaften Niereninsuffizienz.

Nierenersatzverfahren

Nieren schematisch

Nierenersatzverfahren sind technische Methoden zur Entfernung nierenpflichtiger Verbindungen aus dem Körper. Sie ersetzen oder unterstützen die Nierenfunktion vorübergehend oder dauerhaft; landläufig werden sie als „künstliche Niere“ bezeichnet.

Urämie

Nieren schematisch

Urämie bedeutet Vergiftung des Bluts und damit des Körpers mit nierenpflichtigen Substanzen. Sie ist das Endstadium einer zunehmenden Niereninsuffizienz oder einer akuten Harnabflussstörung. Giftstoffe (niedermolekulare Toxine), Abbauprodukte des Stoffwechsels und Flüssigkeit können nicht mehr ausreichend ausgeschieden werden.

Hyperkaliämie

Teströhrchen, Reagenzglas

Hyperkaliämie bedeutet eine zu hohe Konzentration von Kalium im Blut. Werte von 5,0 mval/l und darüber gelten als gegenüber der Norm (3,5 – 4,9 mval/l) erhöht. Erhöhte Kaliumwerte können Herzrhythmus­störungen hervorrufen und sind potenziell lebensbedrohlich.

Kardiorenales Syndrom

Laboruntersuchung Reagenzgläser

Kardiorenales Syndrom (engl. cardiorenal syndrome, CRS) bedeutet eine Kombination von Symptomen, die von Herz- und Nierenkrankheiten ausgehen. Der Begriff basiert auf der Erkenntnis, dass diese Krankheiten sich wechselseitig beeinflusssen.

Beta2-Mikroglobulin

Blutröhrchen

Beta2-Mikroglobulin (ß2-Microglobulin, ß2M) wird als Marker für Nierenkrankheiten und als Tumormarker verwendet. Es ist ein Protein der Zellmembran, das eine Reihe von Funktionen erfüllt, insbesondere in der Abwehr von fremden und allergen wirkenden Substanzen.