Makrozytäre Anämie

Differenzialblutbild (Schema)

Eine makrozytäre Anämie ist eine Blutarmut (Anämie), bei der die roten Blutkörperchen größer als normal sind (Makrozytose). Meist handelt es sich um eine hyperchrome makrozytäre Anämie. Hyperchrom bedeutet, dass jedes rote Blutkörperchen (Erythrozyt) mehr roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) enthält als normal.

Erythropoetin

Blut Erythrozyten

Erythropoetin (auch Erythropoietin, EPO) ist ein Hormon, welches die Bildung roter Blutkörperchen (Erythrozyten) im Knochenmark anregt und den Körper mit seinen Organen und Zellen vor Sauerstoffmangel schützt. EPO wird in verschiedenen Organen des Körpers, vor allem aber in den Nieren produziert. 

Hämoglobin

Blutausstrich

Hämoglobin (Hb) ist der rote Blutfarbstoff in den Erythrozyten und verantwortlich für den Sauerstoff-Transport im Körper. Seine Konzentration im Blut liegt bei etwa 14-16 g/dl (bei Frauen etwas niedriger als bei Männern, s. u.). Die Hämoglobinkonzentration wird vom Körper in einen optimalen Bereich einreguliert.

Aplastische Anämie

Differenzialblutbild (Schema)

Aplastische Anämie bedeutet Blutarmut durch mangelnde Nachproduktion roter Blutkörperchen im Knochenmark. In der Regel sind die Erythrozyten sind normal groß und tragen normal viel Hämoglobin.

Autoimmunhämolytische Anämie

Blut Erythrozyten

Die autoimmunhämolytische Anämie (autoimmune haemolytic anaemia, AIHA oder AHA) ist eine Blutarmut (Anämie), die durch Auflösung roter Blutkörperchen (Erythrozyten) als Folge der Wirkung von Autoantikörpern bedingt ist. Das Immunsystem des Körpers bildet fälschlicherweise Erythrozytenantigene.

Hämolytische Anämie

Blut Erythrozyten

Normalerweise haben die Erythrozyten eine mittlere Überlebenszeit im Blut von etwa 110 Tagen. Ist sie verkürzt, bedeutet dies einen erhöhten Zerfall, erkennbar an der Freisetzung von Hämoglobin und LDH aus dem Zellinneren. Eine gesteigerte Hämolyse bewirkt reaktiv eine erhöhte Neubildung im Knochenmark.