Tachypnoe

Lungen Pleura Schema
Lungen und Pleura

Tachypnoe bedeutet rasche Atmung. In Ruhe liegt die normale Atemfrequenz bei 16-20 pro Minute. Eine Atemfrequenz über 20 wird als Tachypnoe bezeichnet.

Ursachen, Differenzialdiagnosen

Eine Erhöhung kann physiologische oder pathologische Ursachen haben.

  • Physiologische Ursachen sind körperliche Anstrengung mit erhöhtem Sauerstoffbedarf und Aufregung.
  • Pathologische Ursachen sind
    • eine respiratorische Fehlfunktion z. B. bei einer Lungenstauung, einer Pneumonie oder einer Lungenembolie,
    • Fieber bei einem Infekt, besonders bei einer Sepsis,
    • eine Erkrankung des Zentralnervensystems, z. B.
      • ein Schlaganfall, 1
      • eine Meningitis 2 oder
      • eine Überaktivität des Sympathicus nach einem Hirntrauma. 3

Vorübergehende Tachypnoe des Neugeborenen

Die vorübergehende Tachypnoe des Neugeborenen (transient tachypnea of the newborn, TTN) ist bedingt durch eine verzögerte Reabsorption von fetaler Lungenflüssigkeit und dauert etwa 3-4 Tage. Sie ist in der Regel selbstlimitierend. Die Dauer kann wahrscheinlich durch milde Restriktion der Flüssigkeitszufuhr verkürzt werden. 4 5 Auch Kortikosteroide und Diuretika haben nur einen zweifelhaften Effekt. Die beste Therapieoption scheint derzeit Salbutamol zu sein. Salbutamol-Inhalationen erniedrigen laut einer Studie den Sauerstoffbedarf und die Atemfrequenz deutlich. 6 7


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Verweise

Weiteres

 

Letzte Aktualisierung von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt):
  1. PLoS One. 2015 Mar 19;10(3):e0118682. doi: 10.1371/journal.pone.0118682[]
  2. Iran J Child Neurol. 2014 Fall;8(4):46-50[]
  3. Surg Neurol Int. 2014 Nov 13;5(Suppl 13):S490-2[]
  4. J Pediatr. 2012 Jan;160(1):38-43[]
  5. Iran J Pediatr. 2014 Oct;24(5):575-80[]
  6. Respir Care. 2022 Apr;67(4):433-439. DOI: 10.4187/respcare.09284.[]
  7. Cochrane Database Syst Rev. 2022 Feb 24;2(2):CD013563. doi: 10.1002/14651858.CD013563.pub2[]

Von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Approbation, Promotion Medizinische Fakultät Universität Freiburg, 3 Jahre Biochemische Forschung Universität Bochum, Klinische und experimentelle Forschung in Zusammenarbeit mit dem Biochemischen Institut der Naturwissenschaftlichen Fakultät Freiburg und dem Institut für Informatik Würzburg. Habilitation an der Medizinischen Klinik der Universität Freiburg. Chefarzt der DRK-Kliniken Berlin und am Klinikum Frankfurt (Oder). Veröffentlichungen in verschiedenen hochrangigen Peer-Review-Journals inkl. Hepatology, Artif Intell Med., J Lipid Res., Adv Enzyme Regul., Dtsch Med Wochenschr., Med Welt., Z Krebsforsch., Ultraschall Med.