Signalwege und Checkpoints bieten neue Ansatzpunkte für eine individualisierte Diagnostik und Therapie von Erkrankungen. Hier sollen ihre Grundlagen, die für das Verständnis einer modernen Präzisionsmedizin wichtig sind, in einfacher Form dargestellt werden.
Kategorie: Stoffwechsel
Diese Rubrik stellt Fakten zum Stoffwechsel biologischer Substanzen zusammen.
Inkretinmimetika
Inkretinmimetika sind Medikamente zur Behandlung des Typ-2-Diabetes. Sie fördern die körpereigene Bildung von Insulin. Voraussetzung für ihre Wirksamkeit ist es, dass die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse dazu in der Lage sind. Wirkungslos sind sie daher beim Typ-1-Diabetes (Jugendlichendiabetes) und im Spätstadium des Typ-2-Diabetes.
Non-HDL-Cholesterin
Non-HDL-Cholesterin (Non-HDL-C) ist ein rechnerisches Maß und fasst alles Cholesterin im Blut zusammen außer HDL-C (Gesamt-Cholesterin minus HDL-Cholesterin). Es dient als Marker für das Arterioskleroserisiko älterer Menschen und damit für das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall.
Metabolom
Der Begriff Metabolom bezeichnet eine Gesamtheit der niedermolekularen (unter 1500 Da) stoffwechselaktiven Bestandteile bzw. Metabolite eines biologischen Systems, das untersucht werden soll, sei es einer Zelle, eines Gewebes oder Organs oder einer biologischen Flüssigkeit.
Adipokine
Adipokine beeinflussen den Glukosestoffwechsel, den Fettstoffwechsel des Körpers und das Hungergefühl. Sie bewirken Entzündungsprozesse und eine Fibrosierung in der Leber, wie sie bei einer NASH auftreten.
Gallensäuren als Hormone und Mediatorstoffe
Gallensäuren wirken in vielfältiger Weise auf das Entzündungs- und Immunsystem und auf den gesamten Energiestoffwechsel. Ihre Bedeutung für den Körper geht weit über ihre Funktion bei der Fettverdauung im Darm hinaus.
Insulin
Insulin ist ein Hormon der Bauchspeicheldrüse und das einzige Blutzucker senkende Prinzip des Körpers. Sein Mangel führt zur Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).
Ketoazidose
Ketoazidose bedeutet Übersäuerung des Bluts durch die organischen Säuren beta-Hydroxybuttersäure und Acetessigsäure, und zudem Nachweis von Ketonkörpern im Blut. Paradebeispiel ist die diabetische Ketoazidose.
Vitamin C
Vitamin C bezeichnet die in vielen Pflanzen vorkommende Ascorbinsäure. Sie ist für die Stabilität der Nukleinsäuren im Zellkern und für die Bildung der kollagenen Bindegewebsstruktur von Bedeutung. Der chemische Name Ascorbinsäure bedeutet „gegen (A…) Mundfäule (…scorbutus) gerichtet“.
Homocystein
Homocystein ist ein Laborparameter, der im Blut bei unerklärter Thrombose und Embolie sowie bei frühzeitiger Arteriosklerose bestimmt wird. Es gilt als ein bedeutender Risikofaktor für diese Komplikationen.