Harnstoff ist ein Abbauprodukt des Eiweißstoffwechsels. Als niedermolekulare Substanz wird er über die Nieren ausgeschieden; er gehört mit Kreatinin zusammen zu den Nierenwerten. Das bedeutet, dass bei einer Nierenfunktionsstörung der Harnstoffwert im Blut frühzeitig ansteigt. Der Blutwert reflektiert im Wesentlichen die Nierenfunktion.
Kategorie: Nierenkrankheiten
Hier sind Erkrankungen der Nieren aufgelistet.
Aquaretika
Aquaretika sind Wasser treibende Mittel (Diuretika). Sie bewirken eine vermehrte Wasserausscheidung ohne einen direkten Einfluss auf die Ausscheidung von Elektrolyten auszuüben. Beispiele sind Tolvaptan (Samsca), Pecavaptan und Lixivaptan. Sie werden zu „Vaptanen“ zusammengefasst.
Cystatin C
Cystatin C (CysC) ist ein einfacher und relativ zuverlässiger diagnostischer Marker für die Filtrationsleistung der Nieren. Cystatin C als Nierenwert Cystatin C eignet sich zur Bestimmung der glomerulären Filtrationsleistung der Nieren und dient daher als Nierenfunktionsparameter. Seine Aussagekraft beinhaltet auch schon den Bereich oberhalb einer Clearance von 50 ml/min, in dem der Kreatininwert noch nicht… Cystatin C weiterlesen
Erythropoetin
Erythropoetin (auch Erythropoietin, EPO) ist ein Hormon, welches die Bildung roter Blutkörperchen (Erythrozyten) im Knochenmark anregt und den Körper mit seinen Organen und Zellen vor Sauerstoffmangel schützt. EPO wird in verschiedenen Organen des Körpers, vor allem aber in den Nieren produziert.
Furosemid
Furosemid ist ein Medikament zur Förderung der Urinproduktion. Es greift an der Stelle in der Niere an (Henle’sche Schleife), wo Natrium aus dem Primärharn in den Körper zurückgeholt (resorbiert) wird. Es gehört zu den Schleifendiuretika.
Alport-Syndrom
Das Alport Syndrom ist eine X-chromosomal vererbte Krankheit mit Schwerhörigkeit und Niereninsuffizienz bereits in jugendlichem Alter. Zugrunde liegt eine Störung der Kollagenbildung.
Niereninsuffizienz
Die Niereninsuffizienz ist eine Störung der Ausscheidung von kompetentem Urin; es werden nierenpflichtige Substanzen im Körper retiniert, bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz auch Flüssigkeit, was zu Ödemen führen kann.
Chronische Nierenkrankheiten
Chronische Nierenkrankheiten (chronic kidney disease, CKD) sind dadurch definiert, dass sie mehr als 3 Monate anhalten, und dass organische bzw. histologische Veränderungen und eine Fehlfunktion nachweisbar sind.
Stauffer-Syndrom
Das Stauffer-Syndrom ist ein paraneoplastischer Leberschaden beim Nierenzellkarzinom (Hypernephrom). Seine Entstehung ist unzureichend geklärt. Immunmechanismen spielen eine Rolle.
Nierenzellkarzinom
Das Nierenzellkarzinom ist ein bösartiger Krebs der Niere, der oft erst spät erkannt und daher schwer zu therapieren ist. Neue Behandlungsmöglichkeiten verbessern die Prognose deutlich.