Proteinurie bedeutet Ausscheidung von Eiweißen mit dem Urin. Die Hauptkomponente des im Urin erscheinenden Eiweiß ist Albumin. Eine Ausscheidung bis 20 mg Albumin pro Tag wird als normal angesehen. Welche Eiweißkomponenten im Urin bei einer Proteinurie vorherrschen, ergibt eine Urinelektrophorese. Durch sie lässt sich eine glomeruläre, tubuläre oder gemischte Herkunft der Urineiweiße unterscheiden.
Geringe Proteinurie
Eine geringe Proteinmenge im Urin findet sich bei vielen Nierenkrankheiten, so z. B. bei einer Pyelonephritis oder bei einer diabetischen Nephropathie. Eine „Mikroalbuminurie“ von 30 bis zu 300 mg/Tag deutet bei Diabetes-Kranken bereits auf eine diabetische Nephropathie hin.
Große Proteinurie
Eine Ausscheidung von mehr als 3 Gramm pro Tag wird als „große Proteinurie“ bezeichnet und beweist eine glomeruläre Erkrankung der Nieren mit nephrotischem Syndrom. Eine große Proteinurie findet sich bei einer Glomerulonephritis oder bei der diabetischen Nephrosklerose Kimmelstiel-Wilson.
→ Nephrotisches Syndrom
→ Diabetische Nephrosklerose Kimmelstiel-Wilson
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→ Labor-App Blutwerte PRO – mit Lexikonfunktion
Verweise
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