Ein Nierenversagen (Niereninsuffizienz) liegt vor, wenn die Funktion der Nieren unter 50 % sinkt. Es kommt zu einer Ansammlung giftiger Substanzen im Körper und schließlich zu einer Nierenvergiftung (Urämie). Die Diagnostik hat eine Reihe verschiedener Ursachen zu berücksichtigen. Zu ihnen zählen ein postrenales Abflusshindernis (z. B. Stein, Tumor), eine Durchblutungsstörung (z. B. eine arterielle Verengung oder eine Embolie) oder eine Medikamentenschädigung. Die Behandlung hat als erstes Ziel, die Nierenfunktion wiederherzustellen oder zu ersetzen (Nierenersatzverfahren). Als Nächstes wird die Grunderkrankung diagnostiziert und behandelt. Wegen der verschiedenartigen Ursachen und Folgen, die alle Organsysteme betreffen können, sind ggf. weitere Fachgebiete in die Behandlung einzubeziehen, beispielsweise die Angiologie, die Kardiologie, die Diabetologie oder die Neurologie.
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