Prävalenz

Die Prävalenz einer Krankheit gibt an, wie verbreitet sie ist, d. h. wie viele Fälle in einer Bevölkerungsgruppe (z. B. pro 100.000 Einwohner oder in einer anderen Krankheitsgruppe) vorhanden sind, unabhängig von der Zahl neuer Fälle pro Zeiteinheit.

Die Prävalenz vermittelt die Last, die durch die Krankheit auf der Bevölkerung (oder einer Bevölkerungs- oder Altersgruppe etc.) liegt. Dies kann beispielsweise von Interesse sein bezüglich des mittleren Ausfalls von Arbeitszeit durch eine Krankheit etc.

Die Prävalenz eines Risikofaktors (beispielsweise des mutierten Gens einer Erbkrankheit oder von Rauchen, Alkoholabusus oder Übergewicht) gibt seine Verbreitung in einer Bevölkerungsgruppe an, was z. B. für die Gesundheitspolitik von Bedeutung sein kann. Die Prävalenz ist damit für die Epidemiologie einer Krankheit von Bedeutung.

Die Inzidenz dagegen gibt die Zahl der Neuerkrankungen in einer Bevölkerungsgruppe pro Zeiteinheit an (siehe hier).

Verweise

Letzte Aktualisierung von Prof. Dr. Konrad Buscher (Arzt):

Von Prof. Dr. Konrad Buscher (Arzt)

Prof. Dr. Konrad Buscher, MBA Staatsexamen und Promotion Berlin Charté Habilitation Universität Münster. Wissenschaftliche Arbeiten in San Diego / La Hoya Publikationen in verschiedenen hochrangigen Journals, u. a. in Front Cardiovasc Med., Circ Res., Angiogenesis., Front Immunol., Am J Transplant., Kidney Int., Cells. Eur J Cell Biol., Nanomedicine., BMJ Case Rep., mehrere in Nature Communications. Geschäftsführender Oberarzt der Medizinischen Klinik D