Inzidenz

Die Inzidenz einer Krankheit gibt an,

  • wie viel neue Fälle
  • in einer definierten Bevölkerungsgruppe (Population)
  • in einem bestimmten Zeitraum auftreten.

Statt Population und Zeitraum können auch andere Bezugsgrößen verwendet werden – z. B. wie beim HELLP-Syndrom: pro Anzahl von Geburten, oder wie bei der Post-ERCP-Pankreatitis Komplikationen pro Zahl interventioneller Eingriffe.

Die Inzidenz einer Erkrankung steht mit dem Risiko in Verbindung, sie zu bekommen. Sie kann innerhalb eines Zeitraums stark schwanken (wie die der saisonalen Grippe oder einer Borreliose) oder relativ konstant sein, wie die eines Diabetes mellitus.

Die Inzidenz kann (besser als die Prävalenz) dazu verwendet werden, auslösende oder fördernde Bedingungen zu suchen und Risikofaktoren einer Krankheit zu identifizieren. Die Inzidenz ist damit für die Klärung der Ätiologie einer Krankheit von Bedeutung.

Die Prävalenz gibt im Gegensatz zur Inzidenz die Belastung einer Bevölkerungsgruppe mit einer Bedingung (z. B. Krankheit, Risikofaktor oder Symptom) an (siehe hier).

Verweise

Letzte Aktualisierung von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt):
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Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

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Von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Studium in Freiburg und Wien, biochemische Forschung in Bochum über Glykoproteine. Klinische Ausbildung und Forschung über Gallensäuretransport und Cholestase an der Universitätsklinik Freiburg. Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Habilitation. Chefarzt in Berlin und Frankfurt (Oder).