Ein Nierenversagen (Niereninsuffizienz) liegt vor, wenn die Funktion der Nieren unter 50 % sinkt. Es kommt zu einer Ansammlung giftiger Substanzen im Körper und schließlich zu einer Nierenvergiftung (Urämie).
Die Diagnostik berücksichtigt eine Reihe verschiedener Ursachen. Infrage kommen vor allem eine akute Nierenentzündung (Nephritis), ein toxischer Nierenschaden z. B. durch Medikamente, Umweltchemikalien 1, Sepsis (bakterielle Vergiftung) oder Blutdruckabfall z. B. durch Flüsigkeitsmangel (Exsikkose) oder Blutverlust. Zu ihnen zählen auch ein „postrenales“ Abflusshindernis des Urins z. B. durch einen Stein oder Tumor, eine Durchblutungsstörung (z. B. eine arterielle Verengung oder eine Embolie) oder eine Medikamentenschädigung.
Die Behandlung hat als erstes Ziel, die Nierenfunktion wiederherzustellen oder zu ersetzen (Nierenersatzverfahren).
Wegen der verschiedenartigen Ursachen und Auswirkungen, die alle Organsysteme betreffen können, sind ggf. weitere Fachgebiete in die Diagnostik und Behandlung einzubeziehen, beispielsweise die Angiologie, die Kardiologie, die Diabetologie oder die Neurologie.
Verweise
Weiteres
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- Semin Nephrol. 2003 Sep;23(5):500-8. doi: 10.1016/s0270-9295(03)00094-9[↩]