Endothelin

Definition

Endothelin-1 (ET-1) ist ein vasokonstriktorisches Peptid der Gefäßwände.

Pathophysiologie

Endothelin-1 wird in den Endothelzellen der Blutgefäße gebildet. Es wirkt in verschiedenen Geweben und Organen als starker Vasokonstriktor und führt zudem zu einer Proliferation der glatten Muskelzellen. Die Wirkung wird vermittelt

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  • in der glatten Muskulatur durch den ETA- und ETB-Rezeptoren (vasokonstriktiver und mitogener Effekt) und
  • in den Endothelzellen durch ETB-Rezeptoren (NO-Bildung und Prostacyclin-Freisetzung). [1]

Endothelin spielt eine wesentliche pathogenetische Rolle bei verschiedenen kardiovaskulären Erkrankungen mit Endothel-Dysfunktion. Es ist bei Gewebe- und Organschädigungen an einem Gefäß-Remodelling beteiligt. [2] Eine Hemmung der Endothelin-Rezeptoren kann therapeutisch eingesetzt werden.

Positive Effekte werden insbesondere bei der pulmonalen Hypertonie ausgenutzt. Bei ihr ist das ET-1-System überaktiviert. Seine Hemmung führt zu einer effektiven Verbesserung der Lungendurchblutung und Senkung des pulmonal-arteriellen Widerstands. Dies konnte in ähnlicher Weise für den unselektiven Blocker Bosentan als auch für die selektiven ETA-Blocker Sitaxentan und Ambrisentan gezeigt werden. Die Substanzen unterscheiden sich jedoch in der Lebertoxizität. [3]


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Verweise

Literatur

  1. ? Cardiovasc Res. 2004 Feb 1;61(2):227-37
  2. ? Rheumatology (Oxford). 2008 Oct;47 Suppl 5:v23-4
  3. ? Eur J Clin Invest. 2006 Sep;36 Suppl 3:1-9