Kontrastmittelsonographie

Leberhämangiom Sonographie
Leberhämangiom (Sonographie)

Allgemeines

Die Kontrastmittelsonographie ist eine Ultraschalluntersuchung von Organen mit Hilfe eines Ultraschallkontrastmittels (z. B. SonoVue). Durch Anhebung der Reflexdichte in Blutgefäßen ermöglicht sie die Untersuchung der Durchblutung interessierender Bezirke, so vor allem von Raumforderungen (z. B. in der Leber).

Methode

Der interessierende Organbezirk (z. B. eine in der konventionellen Sonographie erkennbare Raumforderung) wird zunächst mit dem Schallkopf eingestellt. Nach Injektion eines Kontrastmittels (z. B. SonoVue) in eine periphere Vene wird seine Anflutung im eingestellten Bereich beobachtet und videodokumentiert. Die Art und der zeitliche Ablauf der Kontrastanhebung sind diagnostisch nutzbar.

Kontrastmittelsonographie in der Leberdiagnostik

Die Kontrastmittelsonographie hat in der Leberdiagnostik zur Klärung auffälliger Leberherde einen hohen Stellenwert. Sie ist heute fast überall, wo eine Ultraschalldiagnostik zur Verfügung steht, durchführbar. Voraussetzung ist eine hohe Erfahrung des Untersuchers. Diese Untersuchungsmethode wird i.d.R. noch vor einer aufwändigen und viel teureren MRI-Untersuchung der Leber mit Kontrastmitteln indiziert und kann sie, ebenso wie eine Leberbiopsie in manchen Fällen verzichtbar machen (siehe hier).

Verweise

Weiteres

Letzte Aktualisierung von Prof. Dr. Konrad Buscher (Arzt):

Von Prof. Dr. Konrad Buscher (Arzt)

Prof. Dr. Konrad Buscher, MBA Staatsexamen und Promotion Berlin Charté Habilitation Universität Münster. Wissenschaftliche Arbeiten in San Diego / La Hoya Publikationen in verschiedenen hochrangigen Journals, u. a. in Front Cardiovasc Med., Circ Res., Angiogenesis., Front Immunol., Am J Transplant., Kidney Int., Cells. Eur J Cell Biol., Nanomedicine., BMJ Case Rep., mehrere in Nature Communications. Geschäftsführender Oberarzt der Medizinischen Klinik D