Die Varizellen-Zoster-Infektion ist eine Erkrankung durch das Varizella-Zoster-Virus (VZV), ein dem Herpes-simplex-Virus verwandtes DNA-Virus.
Manifestationen
Die Infektion mit dem VZV führt zu zwei unterschiedlichen Manifestationen:
- Windpocken: Kinderkrankheit mit hoher Kontagiosität, die Rötungen und Bläschenbildungen an der gesamten Haut hervorruft und in der Regel lebenslange Immunität hinterlässt.
- Herpes zoster (Gürtelrose): Exacerbation von im Körper nach durchgemachten Windpocken inaktiv verbliebenen Viren in Nervenzellen der Rückenmarks- und Gehirnnerven mit Ausbreitung von juckenden Rötungen und Bläschen im Bereich der Nervenausbreitung (Dermatomen), besonders im Alter und bei Immungeschwächten.
Ablauf einer VZV-Infektion
Eine Infektion mit dem Varizella-Zoster-Virus (VZV) verursacht zunächst Windpocken. Die Viren erreichen die Nervenzellen des Rückenmarks, wo sie lange Zeit stumm verweilen können. Eine Reaktivierung des Virus führt zu einer Virusvermehrung, was in den von den betroffenen Neuronen innervierten Geweben zu einer Gürtelrose (Herpes zoster) führt. Der Zoster ist mit anhaltenden radikulären Schmerzen (postherpetische Neuralgie) verbunden. 1 2
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