Perikarditis constrictiva

Herz-Kreislauf-Schema
Herz-Kreislauf-Schema

Allgemeines

Die Perikarditis constrictiva („concretio cordis“) ist eine vernarbende Entzündung des Herzbeutels (Perikarditis). Sie ist Folge einer chronischen Herzbeutelentzündung. Häufig ist eine Tuberkulose die Ursache.. Durch narbige Schrumpfung engt sie das Herzvolumen (Schlagvolumen) erheblich ein, sodass sich eine zunehmende Herzinsuffizienz entwickelt.


Diagnostik

Typisch für die Perikarditis constrictiva ist en Pulsus paradoxus, ein sehr niedriger Blutdruck (wegen einer mangelhaften Ventrikelfüllung während der Füllungsphase (Diastole) und damit einem mangelhaften Abfluss des Bluts aus dem venösen System. Es kommt zu einer Stauung in den großen Hohlvenen, gestauten Halsvenen, eine Stauungsleber und einem Pfortaderhochdruck und ggf. Aszites. Eine Reihe weiterer Symptome und Organstörungen folgen aus der venösen Stauung. Klinisch findet man einen paradoxen Anstieg des Halsvenendrucks während der Einatmung (Kussmaulsches Zeichen). Die Diagnose wird durch bildgebende Verfahren gesichert (Echokardiographie, CT, MRT).

Behandlung

Es kann durch eine Therapie der Tuberkulose bereits zu einer Besserung der Symptome kommen. In schweren Fällen kann eine Perikardfensterung / Pericardektomie zu einer deutlichen Besserung führen.

Verweise

Weiteres

Literatur: 1 2 3

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