Die Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) ist eine schwerwiegende Erkrankung mit Tendenz zu einer lebensbedrohlichen Verschlechterung.
Symptome: Sie ist durch Bauchschmerzen, eine Erhöhung der Pankreaswerte im Labor und einer Abnahme der Verdauungsfunktion gekennzeichnet. Wegen der oft eintretenden Selbstverdauung können im Drüsengewebe Hohräume (Zysten) entstehen, die raumfordernd groß werden können. Die oft heftigem Bauchschmerzen nach Mahlzeiten verursachen „Angst vorm Essen“ und können zu einer erheblichen Gewichtsabnahme beitragen. Eine chronische Entzündung bedeutet ein hohes Risiko für die Entwicklung von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Daher empfiehlt es sich, gefährdete Personen regelmäßig zu kontrollieren.
Ursachen: Die häufigste Ursache ist Alkohol, der bei empfänglichen Personen eine akute Entzündung mit chronischem weiteren Verlauf auslösen kann. Zwischendurch können immer wieder Entzündungsschübe mit Schmerzattacken auftreten. Eine weitere relativ häufige Ursache sind Gallensteine. Wenn ein Konkrement aus den Gallenwegen in den Zwölffingerdarm abgeht, kann es vorübergehend den Ausführgang der Bauchspeicheldrüse verschließen, was – ebenfalls bei dafür empfindlichen Personen – eine Bauchspeicheldrüsenentzündung auslöst.
Diagnostik: Nachgewiesen wird eine Bauchspeicheldrüsenentzündung durch bildgebende Untersuchungen, wie einer Ultraschalluntersuchung des Oberbauchs und durch Erhöhung von speziellen Laborwerten, den Bauchspeicheldrüsenwerten und den Entzündungsmarkern.
Behandlung: Die Behandlung beginnt bei der Vorbeugung: kein Alkohol, nicht rauchen! Leicht verdauliche Kost, fettarm. Ggf. Schmerzbehandlung, Verdauungsenzyme. Die Behandlung wird individuell eingestellt.
→ Dazu siehe unter Pankreatitis – einfach erklärt.
Verweise
- Die Bauchspeicheldrüse
- Bauchspeicheldrüsenwerte
- Bauchspeicheldrüsenkrebs
- Die Verdauung und ihre Regulation: Basics
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