Niereninsuffizienz

Gestautes Nierenbecken bei einem Blasentumor (Sonographie)

Niereninsuffizienz bedeutet Nierenfunktionsstörung, d. h. Störung der Ausscheidung von „kompetentem Urin“. Die retinierten Giftstoffe sammeln sich im Körper an und führen zu zu schwerwiegenden Symptomen bis hin zu einer Hirnschädigung und einem Koma (Coma uraemicum).

Glomerulonephritis

Nieren schematisch

Glomerulonephritis (Gn) bedeutet Entzündung der Nieren (Nephritis) unter zentraler Einbeziehung der Nierenkörperchen (Glomerula). Sie wird durch eine Ausscheidung von Bluteiweißen und Blutkörperchen im Urin auffällig. Später kann sich eine Niereninsuffizienz entwickeln.

Die Nieren

Lage der Nieren

Die Nieren sind ein paariges Organ, das Urin produziert und der Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten und Giftstoffen dient. Die beiden Nieren liegen hinter der Bauchhöhle rechts und links der Wirbelsäule in der Lendengegend und können dort bei akuten Erkrankungen Schmerzen verursachen.

Urämie

Nieren schematisch

Urämie bedeutet Vergiftung des Bluts und damit des Körpers mit nierenpflichtigen Substanzen. Sie ist das Endstadium einer zunehmenden Niereninsuffizienz oder einer akuten Harnabflussstörung. Giftstoffe (niedermolekulare Toxine), Abbauprodukte des Stoffwechsels und Flüssigkeit können nicht mehr ausreichend ausgeschieden werden.

Untersuchung der Nierenfunktion – GFR

Nieren schematisch

Die Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate (GFR-Bestimmung) ist eine wichtige Methode zur Abschätzung der Nierenfunktion. Sie ergänzt andere Methoden, wie die Bestimmung der Urinmenge pro Zeit unter normalen Bedingungen, bei Flüssigkeitsbelastung und bei Durst.