Antithrombin III (ATIII) ist ein Faktor im Blut, welcher die Bildung von Gerinnseln verhindert. Ein Mangel erhöht das Thrombose- und Embolierisiko.
ATIII ist ein in der Leber gebildetes Glykoptotein, welches Enzyme (Serinproteasen) hemmt, die für die Gerinnung des Bluts erforderlich sind. Bei schweren Leberkrankheiten mit Leberinsuffizienz wird es vermindert gebildet. Es kann bei Nierenerkrankungen mit großer Proteinurie auch in so großem Ausmaß verloren gehen, dass die Leber nicht genügend nachbilden kann. In solchen Fällen kann eine Thromboseneigung resultieren.
Therapeutisch kann rekombinant hergestelltes Antithrombin (rhAT) eingesetzt werden und das Thromboserisiko senken 1 sowie eine disseminierte intravasale Gerinnung (DIC) unterbrechen 2.
Die ATIII-Wirkung wird durch Heparin verstärkt. Zur Optimierung der Heparinwirkung kann es in Einzelfällen günstig sein, den ATIII-Spiegel im Blut anzuheben 3.