Mastopathie ist die zusammenfassende Beschreibung pathologischer (aber nicht krebsartiger) Veränderungen der Brustdrüsen, die nicht altersgemäß sind. Dazu gehören degenerative, zystische oder proliferative Veränderungen.
Entstehung
Einer Mastopathie liegen häufig hormonelle Fehlregulationen zugrunde, wie ein verändertes Gleichgewicht zwischen den Sexualhormonen Östrogenen und Progesteron, eine Hyperprolaktinämie oder ein zu hoher Androgenspiegel. Gelegentlich kann auch eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) vorliegen, die mit einer Mastopathie assoziiert ist. 1
Das polyzystische-Ovar-Syndrom (PCOS) ist mit einer Häufung einer fibrozystischen Mastopathie (gutartige, oft schmerzende Knoten in der Brust) verbunden 2. Gutartige Veränderungen können – speziell bei familiärer Krebsbelastung – mit einem Risiko für Brustkrebs assoziiert sein 3
Symptomatik
Bei einer Mastopathie findet sich eine uneinheitliche Ausprägung verschiedener Befunde und Symptome:
- Brustbeschwerden (Differenzialdiagnosen: Angina pectoris, Tietze-Syndrom, Refluxkrankheit),
- inadäquate Sekretion aus der Mamille,
- tastbare Knoten in der Brust.
Diagnostik
Schmerzhafte Knoten in der Brust sind Anlass zu einer weiteren Diagnostik (z. B. Mammographie, Ultraschall der Brust, Bestimmung der Hormonwerte: Östrogene, Progesteron, Prolaktin).
Differenzialdiagnostik
Auch eine Umgebungsdiagnostik zum Ausschluss anderer Krankheiten mit verwechselbarer Symptomatik kann erforderlich sein. Dazu können gehören:
- eine Refluxdiagnostik (z. B. Endoskopie, pH-Metrie, Ösophagusmanometrie),
- eine Herzdiagnostik (z. B. KHK-Diagnostik mit Echokardiographie unter Belastungsbedingungen (Stressecho), ggf. bis hin zur Koronarangiographie)
- eine neurologische Untersuchungen zum Ausschluss einer Interkostalneuralgie, ggf. inkl. einer Wirbelsäulenuntersuchung zur Diagnostik von entsprechenden Verengungen der Nervenaustrittslöcher (Foramina intervertebralia).
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Verweise
Weiteres
