Schilddrüsenwerte

Schilddrüsenvergrößerung Hyperthyreose
Schilddüsenvergrößerung

Schilddrüsenwerte sind Laborwerte, die zur Diagnostik von Schilddrüsenerkrankungen dienen. Zu ihnen gehören folgende Parameter, wovon fT3, sowie fT4 und TSH als Schilddrüsenwerte im engeren Sinn gelten:

  • fT3 bei Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) erhöht, bei Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) erniedrigt
  • fT4 bei Hyperthyreose erhöht, bei Hypothyreose erniedrigt
  • TSH
    • bei peripherer Hyperthyreose erniedrigt,
    • bei peripherer Hypothyreose erhöht,
    • bei zentraler Hyperthyreose erhöht,
    • bei zentraler Hypothyreose erniedrigt
  • MAK bei Hashimoto-Thyreoiditis positiv
    • TPO-AK (Antikörper gegen Thyreoperoxidase) und
    • TG-AK (Antikörper gegen Thyreoglobulin).
  • TRAK bei Morbus Basedow positiv
  • Calcitonin ist nicht nur ein Medikament zur Therapie der Hyperkalzämie, sondern auch ein Tumormarker für das medulläre Schilddrüsenkarzinom. Auch dient es zur Verlaufskontrolle und zur prognostischen Einschätzung nach Schilddrüsenresektion.
  • Procalcitonin ist die Vorstufe von Calcitonin und Labormarker für bakterielle Infektionen, speziell zur Unterscheidung von viralen Infektionen. Es wirkt wahrscheinlich nicht nur in der Schilddrüse gebildet und ist kein eigentlicher Schilddrüsenparameter.
  • rT3 (reverses Trijodthyronin) ist ein nicht hormonell aktives Abbauprodukt des Thyroxin. Es ist beim „low-T3-Syndrom“ und schweren akuten Infektionen und anderen akuten und chronischen Krankheiten erhöht.

→ Auf facebook informieren wir Sie über Neues und Interessantes!
→ Verwalten Sie Ihre Laborwerte mit der Labor-App Blutwerte PRO – mit Lexikonfunktion.


Verweise

Weiteres

Letzte Aktualisierung von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt):

Von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Approbation, Promotion Medizinische Fakultät Universität Freiburg, 3 Jahre Biochemische Forschung Universität Bochum, Klinische und experimentelle Forschung in Zusammenarbeit mit dem Biochemischen Institut der Naturwissenschaftlichen Fakultät Freiburg und dem Institut für Informatik Würzburg. Habilitation an der Medizinischen Klinik der Universität Freiburg. Chefarzt der DRK-Kliniken Berlin und am Klinikum Frankfurt (Oder). Veröffentlichungen in verschiedenen hochrangigen Peer-Review-Journals inkl. Hepatology, Artif Intell Med., J Lipid Res., Adv Enzyme Regul., Dtsch Med Wochenschr., Med Welt., Z Krebsforsch., Ultraschall Med.