Der Begriff Stress wird im medizinischen Bereich in verschiedenen Zusammenhängen verwendet. In jedem Fall bedeutet er „besondere Belastung“. Als „Stressoren“ werden die zu einem Stress führenden belastenden Faktoren bezeichnet.
Stress in verschiedenen Zusammenhängen
- Im psychischen Bereich bedeutet Stress Belastung der psychischen Fähigkeit, eine Situation zu ertragen oder zu bewältigen. Eustress bedeutet, dass die Belastung als positiv empfunden wird und die Belastungsfähigkeit nicht überschritten wird. Dysstress bedeutet eine schwächende und abträgliche Belastung, die bei Überschreitung der individuellen Belastungsfähigkeit zu psychischen und auch körperlichen Krankheiten führt (siehe hier).
- Im körperlichen Bereich gilt eine analoge Definition: Stress bedeutet eine Belastung des Körpers oder eines Organs durch Stressoren, wie beispielsweise mechanische, chemische oder thermische Belastungen. Beispiel: Ein besonderer mechanischer Belastungsstress kann auf Dauer zu einer Wirbelsäulenverbiegung oder einem Hallux valgus führen.
- Im zellulären und molekularen Bereich wird ebenfalls von Stress gesprochen, nämlich dann, wenn das Stoffwechselgleichgewicht durch einen äußeren Einfluss gestört wird. Der sog. „oxidative Stress“ kann eine Zelle schädigen. Er wird normalerweise durch antioxidative Maßnahmen und durch Entfernung der toxischen Stoffwechselprodukte wirksam ausgeglichen. Gelingt dies nicht ausreichend, können Entzündungsreaktionen und die Bereitschaft zur Krebsentwicklung folgen.
→ Zu Stress und Stressbewältigung siehe hier.
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Verweise
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