Makroamylasämie

Laboruntersuchungen
Laboruntersuchungen

Die Makroamylasämie ist durch ein Makromolekül mit enzymatischer Amylasefunktion bedingt. In der Regel handelt es sich um eine Zusammenlagerung (Assoziation) von Amylase (aus Pankreas oder Speicheldrüse) mit Immunglobulinen des Bluts. Ständig erhöhte Amylasewerte im Blut, für die keine Ursache gefunden werden kann, lassen an eine Makroamylasämie denken.

Bedeutung


Bei einer Makroamylasämie liegt das Enzym Amylase im Blut an Makromoleküle gekoppelt vor. Sie kann so von den Nieren nicht ausgeschieden werden und verbleibt deutlich länger nachweisbar. In der Regel hat eine Makroamylasämie keine klinische Bedeutung; sie ist mit keine definierten Krankheit verknüpft.

Da die Makroamylasämie sehr selten vorkommt, wird sie bei erhöhten Amylasewerten nicht als erstes verdächtigt. Nrmalerweise wird an eine Entzündung der Speicheldrüsen (Sialadenitis) oder des Pankreas (Pankreatitis) gedacht. Sind diese Krankheiten jedoch auszuschließen, kommt eine Makroamylasämie in den Vordergrund. Diagnostisch herausfordernd wird die Situation, wenn dennoch gleichzeitig eine Bauchspeicheldrüsen- oder Speicheldrüsenentzündung vorliegt. 1

Ähnliche diagnostische Probleme gibt es bei anderen Makroenzymen, wie z. B. bei der Makro-CK oder der Makroaspartatämie. 2 3

Diagnostik

Der Nachweis einer Makroamylasämie (wie auch von anderen Makroenzym-Anomalien) gelingt durch chromatographische Methoden, bei denen die enzymatische Aktivität zusammen mit den Immunglobulinen läuft.


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Verweise

Weiteres

  1. Korean J Lab Med. 2011 Apr;31(2):98-100. doi: 10.3343/kjlm.2011.31.2.98.[]
  2. Korean J Intern Med. 1997 Jun;12(2):208-15. doi: 10.3904/kjim.1997.12.2.208. PMID: 9439157; PMCID: PMC4531981.[]
  3. West J Med. 1980 Nov;133(5):392-407. PMID: 6162278; PMCID: PMC1272350.[]