Schwitzen

Generalisiertes Schwitzen kommt durch die Sekretion der am gesamten Körper in der Haut befindlichen Schweißdrüsen zustande. Ihre Aktivierung geschieht durch den Sympathikus und dient der Erhöhung der Wärmeabfuhr bei erhöhter Temperatur durch Verdunstung (Verdunstungskälte).

Ursachen von Schwitzen

Physiologisches Schwitzen aus erkennbaren Anlass

Schwitzen ist eine physiologische Reaktion bei folgenden Ursachen:

  • vermehrte Wärmeproduktion durch körperliche Anstrengung (physiologisch, durcch den Sympathicus vermittelt),
  • erhöhte Körpertemperatur durch Wärmezufuhr von außen (warme Tage, Sauna),
  • Fieber durch eine bakterielle oder virale Infektion. Wenn der Körper zu schwitzen beginnt, versucht er seine Temperatur, die er zur Überwindung einer Infektion erhöht hat, wieder zu senken; dies ist meist ein Zeichen der Besserung.
  • Stress: Stress-bedingtes Schwitzen z. B. vor Aufregung (vermittelt durch eine Sympathikusaktivierung).

Übermäßiges Schwitzen

Übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose), oft ohne erkennbaren Anlass, kommt vor bei:

  • Tumorkrankheiten, z. B. bei einer Leukämie oder einer Lymphomkrankheit,
  • Hormonstörungen, besonders
    • bei einer Hyperthyreose zugleich mit einer Herzbeschleunigung (Tachykardie),
    • beim Übergang in die Menopause (Schweißneigung in den Wechseljahren),
  • einer Hypoglykämie durch eine reaktive Sympathikusaktivierung, ebenfalls verbunden mit einer Tachykardie),
  • verborgenen Infektionen, z. B. bei einer Tuberkulose, einer Spondylitis oder einer Endokarditis, hierbei treten oft starke Nachtschweiße auf.
  • Schlafapnoe-Syndrom: manchmal wird über ausgeprägten Nachtschweiß geklagt.
  • Drogenentzug,
  • Tumor.

Ursachendiagnostik

Übermäßiges Schwitzen ist oft Anlass für eine ausgiebige Ursachendiagnostik (Laborwerte: Entzündungsparameter, bildgebende Untersuchungen: zuerst meist Ultraschalluntersuchungen). Bei unklarer Ursache kann eine B-Symptomatik (tumorbedingtes Fieber) vorliegen, und es folgt eine Tumorsuche.


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Verweise

Weiteres


Letzte Aktualisierung von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt):
Medizinisch geprüft von

Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Letzte medizinische Prüfung: 20.09.2026

Von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Studium in Freiburg und Wien, biochemische Forschung in Bochum über Glykoproteine. Klinische Ausbildung und Forschung über Gallensäuretransport und Cholestase an der Universitätsklinik Freiburg. Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Habilitation. Chefarzt in Berlin und Frankfurt (Oder).