Pleuropneumonie

Lungen und Pleura

Pleuropneumonie bedeutet

  • Entzündung der Lunge (Pneumonie)
    plus
  • Mitentzündung des anliegenden Lungen- und des Rippenfells im Sinne einer Rippenfellentzündung (Pleuritis, engl.: pleurisy).

Sie ist klinisch anzunehmen, wenn eine Lungenentzündung vorliegt, bei der es zu atemabhängigen Schmerzen im Brustkorb kommt. Die Schmerzen können so stark sein, dass starke Schmerzmittel (wie Opiate) verabreicht werden. Wenn die Pleuritis zu einer Exsudation führt, die Lungenfell und Rippenfell voneinander trennt, sodass sie nicht mehr aneinander reiben, verschwindet dieser Schmerztyp.

Wenn im Rahmen einer Pneumonie eine Pleuritis auftritt, kann darauf geschlossen werden, dass die Entzündung das Lungenfell und darüber hinaus das Rippenfell erreicht hat. Dies ist am ehesten von einer bakteriellen Infektion zu erwarten.


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Von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Studium in Freiburg und Wien, biochemische Forschung in Bochum über Glykoproteine. Klinische Ausbildung und Forschung über Gallensäuretransport und Cholestase an der Universitätsklinik Freiburg. Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Habilitation. Chefarzt in Berlin und Frankfurt (Oder).