Hämoptyse

Hämoptyse bedeutet Bluthusten, wobei meist Aushusten von blutig tingiertem Sputum, seltener von reinem Blut gemeint ist, das als Hämoptoe bezeichnet wird. Die Begriffe werden jedoch in der Praxis oft nicht klar getrennt. Als Ursachen können eine blutige Entzündung, eine Verletzung oder ein Tumor (Krebs) infrage kommen. Als Ursprungsorte der Blutung können der Nasenrachenraum, der Kehlkopf oder das Atemwegssystem (Tracheobronchialsystem) infrage kommen. Seltenere Lokalisationen liegen in der Speiseröhre, dem Magen oder dem Zwölffingerdarm. Sie sind durch eine Spiegelung der oberen und tieferen Atemwege (Bronchoskopie) meistens leicht identifizierbar. Ist die Blutungsquelle dort nicht zu finden, sind Quellen in der Nase und im Magendarmtrakt in Betracht zu ziehen, sodass eine halsnasenohrenärztliche Untersuchung und eine Gastroskopie (Magenspiegelung) indiziert sind. 1

→ Dazu siehe hier.

Letzte Aktualisierung von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt):
  1. Am Fam Physician. 2015 Feb 15;91(4):243-9. PMID: 25955625.[]

Von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Approbation, Promotion Medizinische Fakultät Universität Freiburg, 3 Jahre Biochemische Forschung Universität Bochum, Klinische und experimentelle Forschung in Zusammenarbeit mit dem Biochemischen Institut der Naturwissenschaftlichen Fakultät Freiburg und dem Institut für Informatik Würzburg. Habilitation an der Medizinischen Klinik der Universität Freiburg. Chefarzt der DRK-Kliniken Berlin und am Klinikum Frankfurt (Oder). Veröffentlichungen in verschiedenen hochrangigen Peer-Review-Journals inkl. Hepatology, Artif Intell Med., J Lipid Res., Adv Enzyme Regul., Dtsch Med Wochenschr., Med Welt., Z Krebsforsch., Ultraschall Med.