Adiuretin (ADH)

Stoffwechsel Formeln

Adiuretin (ADH: antidiuretisches Hormon) ist mit Vasopressin identisch. Der Begriff hebt seine Funktion als Senker der Urinproduktion hervor.

Adiuretin erhöht in den Nieren die Permeabilität der distalen Tubuli und Sammelrohre für Wasser, so dass es aus dem Harn in die Blutbahn zurück gelangen kann. Es vermindert so die Diurese (Urinproduktion), erhöht die Urinkonzentration (die spezifische Dichte des Urins) und führt zu einer Erhöhung des Blutvolumens durch das resorbierte Wasser. Dies führt zu einer Abnahme der Zahl der Blutkörperchen pro Volumen. Dadurch kann eine Anämie vorgetäuscht werden („Verdünnungsanämie“), was wiederum bei der Interpretation eines Blutbilds von Bedeutung ist. Liegt bei einer leichten Anämie auch eine Hyponatriämie vor, und ist diese als (ADH-bedingte) Verdünnnungshyponatriämie zu interpretieren, so ist die „Anämie“ möglicherweise ebenfalls alleinig durch eine Verdünnung erklärbar.
→ Zu ADH siehe unter Vasopressin.


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Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Letzte medizinische Prüfung: 23.09.2026

Von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Studium in Freiburg und Wien, biochemische Forschung in Bochum über Glykoproteine. Klinische Ausbildung und Forschung über Gallensäuretransport und Cholestase an der Universitätsklinik Freiburg. Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Habilitation. Chefarzt in Berlin und Frankfurt (Oder).