Koma

Intensivmedizin
Intensivmedizin

Koma bedeutet tiefe Bewusstlosigkeit ohne Erweckbarkeit bedingt durch eine schwere Störung des Gehirns. Menschen in tiefem Koma bedürfen einer Intensivtherapie (meist inkl. Intubation und Beatmung) und -überwachung (i.d.R. auf einer Intensivstation).

Ursachen

Tiefe Bewusstlosigkeit kann durch eine Vielzahl von Ursachen ausgelöst werden. Die wichtigsten sind folgende:

Komatiefe

Die Komatiefe bestimmt die Gefährdungslage und die Intensität der Unterstützung der Körperfunktionen. Sie wird in folgende Stadien eingeteilt:

  • Stadium 1: noch gezielte Abwehrreaktionen,
  • Stadium 2: ungerichtete Abwehrreaktionen,
  • Stadium 3: nur noch geringe ungerichtete Reaktionen, abgeschwächte Pupillenreaktion, Übergang zu Stadium 4.
  • Stadium 4: keine Reaktionen auf Schmerz. Pupillenreaktion auf Licht erloschen.

Die Glasgow-Koma-Skala objektiviert die Komatiefe nach einer Punkteskala (maximale Punktzahl 15), in der Notfallmedizin wird empfohlen, bei Werten unter 9 eine Atemassistenz durch Intubation zu erwägen.

Therapie

Die Komabehandlung hat zunächst die Erhaltung der Körperfunktionen Atmung und Kreislauf zum Ziel. Die nächst wichtige Aufgabe besteht darin, die Ursache zu erkennen und zu behandeln (z. B. Diabetes, Niereninsuffizienz, s. o.). Bei länger dauernder Bewusstlosigkeit treten oft erhebliche pflegerische Anstrengungen in den Vordergrund. Sie gelten der Vermeidung sekundärer Komplikationen, wie z. B. einem Wundliegen (Dekubitus).


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Verweise

Weiteres

Letzte Aktualisierung von Prof. Dr. Konrad Buscher (Arzt):

Von Prof. Dr. Konrad Buscher (Arzt)

Prof. Dr. Konrad Buscher, MBA Staatsexamen und Promotion Berlin Charté Habilitation Universität Münster. Wissenschaftliche Arbeiten in San Diego / La Hoya Publikationen in verschiedenen hochrangigen Journals, u. a. in Front Cardiovasc Med., Circ Res., Angiogenesis., Front Immunol., Am J Transplant., Kidney Int., Cells. Eur J Cell Biol., Nanomedicine., BMJ Case Rep., mehrere in Nature Communications. Geschäftsführender Oberarzt der Medizinischen Klinik D