IgG4-assoziierte Krankheiten – Kurzinfo

Antikörper Immunglobuline
Immunglobuline

IgG4-assoziierte Krankheiten sind Erkrankungen, die chronisch verlaufen und durch IgG4-positive Plasmazellen im Gewebe charakterisiert sind. Es sind Systemerkrankungen, die durch eine Neigung zu starken Schwellungen und Vernarbungen auffallen und praktisch alle Organe und Gewebe des Körpers betreffen können. Ihre Entstehung wird als immunvermittelt angesehen.

Charakteristisch sind eine Vermehrung spezieller Antikörper produzierender Zellen des Immunsystems (IgG4-positive Plasmazellen) im Gewebe der befallenen Organe sowie eine oft tumorartige Schwellung und eine besondere Neigung zur Fibrosierung (Narbenbildung) charakterisiert sind. Befallsmuster und Ausprägung und klinische Symptomatik können sehr unterschiedlich sein.

Die Diagnose beruht auf dem Nachweis von Immunglobulin G4 (IgG4) im Blut und von IgG4-bildenden Zellen im Gewebe.

Die Behandlung mit Kortisonpräparaten ist meist erfolgreich. Oft ist eine Dauertherapie erforderlich, da es nach Absetzen häufig zu einem Relaps kommt. Bei Versagen kommen Immunmodulatoren infrage (z. B. Rituximab).

Dazu siehe hier.

Verweise


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Letzte Aktualisierung von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt):

Von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Approbation, Promotion Medizinische Fakultät Universität Freiburg, 3 Jahre Biochemische Forschung Universität Bochum, Klinische und experimentelle Forschung in Zusammenarbeit mit dem Biochemischen Institut der Naturwissenschaftlichen Fakultät Freiburg und dem Institut für Informatik Würzburg. Habilitation an der Medizinischen Klinik der Universität Freiburg. Chefarzt der DRK-Kliniken Berlin und am Klinikum Frankfurt (Oder). Veröffentlichungen in verschiedenen hochrangigen Peer-Review-Journals inkl. Hepatology, Artif Intell Med., J Lipid Res., Adv Enzyme Regul., Dtsch Med Wochenschr., Med Welt., Z Krebsforsch., Ultraschall Med.