Histamin

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Symptome

Allgemeines

Histamin ist ein biogenes Amin, welches im Körper vielfältige Wirkungen hervorruft: Gefäßerweiterung und Blutdruckabfall, laufende Nase und tränende Augen, Beeinflussung des Schlaf-Wach-Rhythmus. Es wird hauptsächlich in Mastzellen, basophilen Granulozyten und speziellen Neuronen des Gehirns (vorwiegend des Hypothalamus) gebildet.

Funktionen

Zu den vielfältigen Funktionen gehören:

  • die Vermittlung von Entzündungsreaktionen,
  • die Auslösung der Salzsäurebildung im Magen,
  • eine Funktion als Neurotransmitter im zentralen Nervensystem 1; dort ist Histamin an der Regulation des Tag-Nacht-Rhythmus beteiligt (Förderung von Wachheit) 2.

Histaminrezeptoren

Die Wirkungen von Histamin werden über Histaminrezeptoren vermittelt.

  • H1-Rezeptor: vermittelt eine Gefäßerweiterung und Hautrötung, Erbrechen. H1-Antihistaminika: z. B. Cetricin, Diphenylhydramin.
  • H2-Rezeptor: vermittelt Säureproduktion im Magenfundus und Darmmotilität, löst eine Tachykardie aus. H2-Antihistaminika: z. B. Cimethidin, Ranitidin, Famotidin.
  • H3-Rezeptor: Neurotransmission im Gehirn.
  • H4.Rezeptor: vermittelt die Chemotaxis und Aktivierung von Mastzellen.

Freisetzung

Die Freisetzung von Histamin aus seinen Speichern in Mastzellen und basophilen Granulozyten erfolgt durch

  • allergische Reaktionen vom Soforttyp durch Vermittlung von spezifischem IgE,
  • Toxine, z. B. beim Endotoxinschock, vermittelt durch Komplementfaktoren,
  • Medikamente, z. B. einige (früher gängige) Plasmaexpander, Muskelrelaxanzien, Röntgenkontrastmittel und Opiate (siehe auch hier).

Toxische Reaktionen

In höheren Konzentrationen wirkt Histamin toxisch; es kommt zu:


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Verweise

Weiteres

Letzte Aktualisierung von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt):
Medizinisch geprüft von

Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Letzte medizinische Prüfung:

  1. Adv Exp Med Biol. 2010;709:95-107[]
  2. Progress in Neurobiology. 63 (6): 637–72. doi:10.1016/s0301-0082(00)00039-3[]

Von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Studium in Freiburg und Wien, biochemische Forschung in Bochum über Glykoproteine. Klinische Ausbildung und Forschung über Gallensäuretransport und Cholestase an der Universitätsklinik Freiburg. Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Habilitation. Chefarzt in Berlin und Frankfurt (Oder).