Neue Nomenklatur
Eine Konsensuskonferenz erarbeitete nach dem Delphi-Prinzip neue Nomenklaturen. Die geänderte Nomenklatur vermeidet die Alkohol-Erwähnung im NASH- bzw. NAFLD-Begriff. 1
Steatohepatitis: Der Begriff „Steatohepatitis“ (für Fettleberentzündung) sollte laut Consensus beibehalten werden.
NAFLD: Für die übergeordnete Bezeichnung „Nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD)“ wird vorgeschlagen, den folgenden Begriff zu verwenden:
- „metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung“ (engl.: metabolic dysfunction-associated steatotic liver disease)
In die Definition soll das Vorhandensein von mindestens einem von fünf kardiometabolischen Risikofaktoren aufgenommen werden.
NASH: Die nicht-alkoholische Fettleberhepatitis (NASH) wird nun bezeichnet als
- „metabolisch bedingte Steatohepatitis“ (MASH)
Metabolisches Syndrom mit Fettleber: Das metabolische Syndrom und die Fettleber haben weitgehend überlappende Entstehungsmechanismen, sodass vorgeschlagen wurde, die nichtalkoholische Fettleberkrankheit (NAFLD) in
- „metabolische Dysfunktion-assoziierte Fettlebererkrankung“ (MAFLD)
umzubenennen. Sie ist mit einigen endokrinen Krankheiten assoziiert, wie mit dem polyzystischen Ovar oder einem Hypopituitarismus (Unterunktion der Hirnanhangsdrüse). 2
ASH: Die durch Alkohol bedingte steatotische Leberentzündung (ASH) wird nun als
- „Stoffwechsel- und alkoholbedingte/assoziierte Lebererkrankung“ (metabolic and alcohol related/associated liver disease, MetALD)
bezeichnet. In diese Kategorie fallen Diagnosen von Personen mit „metabolischer Dysfunktion-assoziierter steatotischer Lebererkrankung“, die größere Mengen Alkohol pro Woche konsumieren, definiert als 140 – 350 g/Woche für Frauen bzw. 210 – 420 g/Woche für Männer.
Verweise
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