Gliadin

Weizen, Getreide
Weizen, Getreide

Gliadin ist die alkohollösliche Fraktion von Gluten, dem Klebereiweiß aus vielen Getreiden. Gliadine sind reich an der Aminosäure Prolin und arm Lysin.

Medizinische Bedeutung

Gliadine wirken bei entsprechend veranlagten Menschen als Allergene (Allergie auslösende Stoffe). Sie können eine Autoimmunkrankheit des Dünndarms, die Zöliakie (Sprue), auslösen und unterhalten. Bei dieser Krankheit verschwinden die Zotten der Epithelzellen (siehe hier), mit der Folge, dass die verdauten Nahrungsbestandteile immer schlechter vom Körper aufgenommen werden können und es zu Mangelerscheinungen kommt. Es entwickelt sich das klinische Bild einer Sprue  (auch als Zöliakie bezeichnet, siehe hier). Menschen, die daran leiden, können bei rechtzeitiger Diagnose normal leben, wenn sie glutenfreie Kost (frei von Gliadin) zu sich nehmen. Lebensmittel, die glutenfrei sind, werden auf verschiedenen Seiten des Internets zusammengestellt. (Dazu siehe hier).


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Verweise

Weiteres

Letzte Aktualisierung von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt):
Medizinisch geprüft von

Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Letzte medizinische Prüfung:

Studium in Freiburg und Wien, biochemische Forschung in Bochum, klinische Ausbildung und Forschung an Universitätsklinik Freiburg, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Habilitation in Freiburg. Chefarzt in Berlin und Frankfurt Oder. Im Ruhestand.

Von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Studium in Freiburg und Wien, biochemische Forschung in Bochum, klinische Ausbildung und Forschung an Universitätsklinik Freiburg, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Habilitation in Freiburg. Chefarzt in Berlin und Frankfurt Oder. Im Ruhestand.