Ekchymosen

Monokelhämatom

Ekchymosen sind kleine bis mittelgroße Einblutungen in die Haut. Sie sind häufig durch nicht adäquate Traumata oder Operationen ausgelöst oder spontan entstanden. Suffusionen sind dagegen großflächige Einblutungen; Petechien sind punktförmige Blutungsherdchen. Hauptursachen sind Gerinnungsstörungen oder eine Störung oder Mangel an Thrombozyten (Blutplättchen).
→ Blutgerinnung

Ursachen

Ekchymosen kommen bei plasmatischen Gerinnungsstörungen und bei einer Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen) vor, oft gemeinsam mit petechialen Blutungen, z. B. bei einer Leukämie, oder beim Evans-Syndrom (Autoimmunkrankheit gegen Blutplättchen und rote Blutkörperchen).

Medikamente können Hautblutungen im Sinne von Ekchymosen hervorrufen, unter anderen auch Methylphenidat (Ritalin) und Gerinnungshemmer.

Sonderform: Periorbitale Ekchymose

Eine periorbitale Ekchymose ist ein Bluterguss im Weichteilgewebe um das Auge herum (Brillenhämatom, Monokelhämatom). Dieser relativ häufige Befund kann verschiedene Ursachen haben.

Monokelhämatom
Monokelhämatom

Häufigste Ursache ist ein Trauma. Als weitere Ursachen wurden in Literaturrecherchen eine Amyloidose und Neoplasmen, insbesondere Neuroblastome, festgestellt. Unter den lokalen Tumoren waren ein Myelom, ein Hämangioperizytom, eine Metastase eines Blasenkarzinoms 1 und eine lymphoblastische Leukämie 2. Wenige Publikationen betreffen erhöhten Hirndruck und Gefäßmissbildungen (19 % der Artikel), Migräne und atypische Kopfschmerzen (7 % der Artikel). 3 In einem Fall wurde die periorbitale Ekchymose durch heftiges Husten ausgelöst. 4


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Ergänzende Informationen

Weiteres

Literatur: 5 6 7 8


Letzte Aktualisierung von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt):
  1. Orbit. 2023 Jun;42(3):347-350[]
  2. BMJ Case Rep. 2018 Mar 20;2018:bcr2018224228. doi: 10.1136/bcr-2018-224228.[]
  3. Orbit. 2023 Apr;42(2):124-129. DOI: 10.1080/01676830.2022.2142944[]
  4. Indian Dermatol Online J. 2018 Nov-Dec;9(6):461-462[]
  5. Psychiatr Danub. 2021 Spring;33(1):65-66. doi: 10.24869/psyd.2021.65.[]
  6. Injury. 2014 Jan;45(1):203-5. doi: 10.1016/j.injury.2013.09.010.[]
  7. Pan Afr Med J. 2021 Mar 29;38:314. DOI: 10.11604/pamj.2021.38.314.22410[]
  8. BMJ Case Rep. 2018 Mar 20;2018:bcr2018224228. DOI: 10.1136/bcr-2018-224228.[]
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Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

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Von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Studium in Freiburg und Wien, biochemische Forschung in Bochum über Glykoproteine. Klinische Ausbildung und Forschung über Gallensäuretransport und Cholestase an der Universitätsklinik Freiburg. Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Habilitation. Chefarzt in Berlin und Frankfurt (Oder).