MR-Elastographie

Leberzirrhose (Histologie)
Betonung der Leberläppchen bei einer Leberzorrhose durch Narbenzüge (Histologie)

Die MR-Elastographie ist eine Methode, die zunehmend zur Messung der viskoelastischen Eigenschaften von Gewebeveränderungen im Zusammenhang mit Erkrankungen der Leber, der Brust, des Gehirns, des Herzens und der Skelettmuskulatur verwendet wird. Sie kommt auch zur Untersuchung fokaler Läsionen bei z. B. Leber-, Brust- und Hirntumoren und bei Erkrankungen mit diffusen Gewebeveränderungen (z. B. Fibrose und Multiple Sklerose) zum Einsatz 1 2 3.

Untere Rückenschmerzen: Sie sind häufig verbunden mit einer relativen Beweglichkeit der Faszien zur Muskulatur (myofasziale Schnittstelle). Dies kann mithilfe der MR-Elastographie verifiziert werden 4.

In der Gastroenterologie ermöglicht die Methode eine Messung der Elastizität der Leber bei Einfluss von Scherkräften. Es werden von einem Applikator niederfrequente mechanische Wellen von ca. 65 Hz erzeigt, die das Lebergewebe in Schwingung versetzen, deren Ausschlag und Verlauf mithilfe der Magnetresonanztomographie gemessen wird. Die normale Elastizität beträgt 2.24 +/- 0.23 kPa (histologisch Grad F0-F1) über 2.56 +/- 0.24 kPa (histologisch Fibrose Grad F2-F3) bis 4.68 +/- 1.61 kPa (histologisch Zirrhose Grad F4). 5 Es hat sich gezeigt, dass der Cuttoff bezüglich der Diagnose einer Leberzirrhose für verschiedene Leberkrankheiten unterschiedlich anzusetzen ist, für die chronische Hepatitis B beispielsweise bei 4.33 kPa, für die chronischen Hepatitis C bei 6,20 kPa. 6

Die Zuverlässigkeit der Messaussage ist recht hoch: Wenn eine Änderung der Lebersteifigkeit von 22 % oder mehr unter identischen Bedingungen gemessen wird, so zeigt das an, dass die Steifigkeit der Leber mit einer Zuverlässigkeit von 95 % verändert ist. 7

Eine alternative, ebenfalls nicht invasive Bestimmungsmethode der Lebersteifheit zur Diagnostik der Leberfibrose und Leberzirrhose ist der FibroScan.


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Letzte Aktualisierung von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt):
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Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Letzte medizinische Prüfung:

Studium in Freiburg und Wien, biochemische Forschung in Bochum, klinische Ausbildung und Forschung an Universitätsklinik Freiburg, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Habilitation in Freiburg. Chefarzt in Berlin und Frankfurt Oder. Im Ruhestand.

  1. J Magn Reson Imaging. 2012 Oct;36(4):757-74. doi: 10.1002/jmri.23597[]
  2. Invest Radiol. 2023 Aug 1;58(8):578-586. doi: 10.1097/RLI.0000000000000971[]
  3. Abdom Radiol (NY). 2022 Jan;47(1):94-114. doi: 10.1007/s00261-021-03324-0[]
  4. Magn Reson Med. 2026 Mar;95(3):1714-1725. doi: 10.1002/mrm.70158[]
  5. NMR Biomed. 2006 Apr;19(2):173-9[]
  6. Magn Reson Med Sci. 2012; 11(4):291-7[]
  7. Radiology. 2017 Oct;285(1):92-100. doi: 10.1148/radiol.2017161398.[]

Von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Studium in Freiburg und Wien, biochemische Forschung in Bochum, klinische Ausbildung und Forschung an Universitätsklinik Freiburg, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Habilitation in Freiburg. Chefarzt in Berlin und Frankfurt Oder. Im Ruhestand.