Somogyi-Effekt

Blutzuckermessung
Blutzuckermessung

Als Somogyi-Effekt wird ein morgendlich zu hoher Blutzucker bezeichnet, der als Gegenregulation einer nächtlichen Hypoglykämie zustande kommt, die wiederum Folge einer abendlich zu scharfen Insulin-Einstellung ist.

Mechanismus des Somogyi-Effekts

Eine abendlich zu hohe Insulindosis führt zu einer nächtlichen Unterzuckerung, woraufhin die körpereigene Gegenregulation zur Blutzuckersteigerung über verschiedene Mechanismen, insbesondere durch eine reaktive Adrenalin-Produktion, einsetzt. Auf diese Weise steigt der Blutzucker rasch erneut an und erreicht Hyperglykämie-Werte, die jedoch beim Diabetes nicht wieder selbst herunterreguliert werden können.

Differenzialdiagnose

Für eine morgendliche Hypoglykämie ist das Dawn-Phänomen aufgrund einer nächtlichen STH-Produktion eine relativ häufige Ursache. Zur Differenzialdiagnostik dient die Bestimmung nächtlicher Blutzuckerwerte.

Verweise

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Letzte Aktualisierung von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt):

Von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Approbation, Promotion Medizinische Fakultät Universität Freiburg, 3 Jahre Biochemische Forschung Universität Bochum, Klinische und experimentelle Forschung in Zusammenarbeit mit dem Biochemischen Institut der Naturwissenschaftlichen Fakultät Freiburg und dem Institut für Informatik Würzburg. Habilitation an der Medizinischen Klinik der Universität Freiburg. Chefarzt der DRK-Kliniken Berlin und am Klinikum Frankfurt (Oder). Veröffentlichungen in verschiedenen hochrangigen Peer-Review-Journals inkl. Hepatology, Artif Intell Med., J Lipid Res., Adv Enzyme Regul., Dtsch Med Wochenschr., Med Welt., Z Krebsforsch., Ultraschall Med.