Herzpalpation

Stethoskop
Stethoskop, Blutdruckmessung, Auskultation (shutterstock)

Die Herzpalpation ergänzt die Beurteilung des Herzens durch die Herzauskultation und Herzperkussion.

Bei der Herzpalpation wird die flache Hand des Untersuchers locker auf das Herz gelegt. Normalerweise ist die Herzaktion gut fühlbar; bei tief gelegenem Herzen, z. B. bei einem ausgeprägten Emphysem und großem Thoraxtiefendurchmesser, ist dies oft nicht der Fall.

Der Herzspitzenstoß wird im 5. ICR (Interkostalraum) etwa in der Medioclavicularlinie oder knapp außerhalb von ihr verspürt; er ist normalerweise nicht breiter im Durchmesser als 3 cm.

Bei einer Herzinsuffizienz spürt man einen verbreiterten Kontakt der Herzwand mit der Thoraxwand. Der Herzspitzenstoß ist nach unten und links außen verlagert und hat einen Durchmesser von 4 cm oder größer.

Liegt ein Herzwandaneurysma (nach einem Herzinfarkt) vor, so schlägt je nach Lage des der aneurysmatischen Aussackung die tonuslose vernarbte Wand in der Kontraktionsphase des Herzens (Systole) gegen die Thoraxwand statt sich mit zu kontrahieren. Dies wird als „Tapping“ verspürt.

Verweise

Letzte Aktualisierung von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt):
Medizinisch geprüft von

Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Letzte medizinische Prüfung:

Studium in Freiburg und Wien, biochemische Forschung in Bochum, klinische Ausbildung und Forschung an Universitätsklinik Freiburg, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Habilitation in Freiburg. Chefarzt in Berlin und Frankfurt Oder. Im Ruhestand.

Von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Studium in Freiburg und Wien, biochemische Forschung in Bochum, klinische Ausbildung und Forschung an Universitätsklinik Freiburg, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Habilitation in Freiburg. Chefarzt in Berlin und Frankfurt Oder. Im Ruhestand.