Zollinger-Ellison-Syndrom – Kurzinfo

Präpylorisches Ulkus
Präpylorisches Ulkus

Das Zollinger-Ellison-Syndrom, oft abgekürzt als ZE-Syndrom, ist eine Krankheit, die durch die übermäßige Produktion des Hormons Gastrin durch einen neuroendokrinen Tumor entsteht. Der Tumor, ein Gastrinom, befindet sich meistens in dem Gebiet von Magenausgang, Zwölffingerdarm und Bauchspeicheldrüsenkopf, dem „Gastrinomdreieck“. Dreiviertel der Tumore treten sporadisch auf, 1/4 im Rahmen des endokrinen Tumorsyndroms MEN-Typ1. Ein Kennzeichen des Zollinger-Ellison-Syndroms sind besonders große, tiefe und auch im Dünndarm unterhalb des Zwölffingerdarms auftretende peptische Geschwüre im Zusammenhang mit einer massiven Überproduktion von Magensäure. Ein weiteres Symptom, das bei extremer Säureproduktion auftritt, sind kaum stillbare Durchfälle.

Wenn ein durch Magenspiegelung entdecktes Geschwür sich durch eine übliche Behandlung nicht bessern lässt oder immer wiederkommt, und wenn bei einer pH-Metrie des Magensafts die Magensäure dauerhaft unter pH2 und der Gastrinspiegel im Blut weit über 1000 ng/l liegen, so gilt dies für die Diagnose als hochgradig verdächtig. Dies ist meistens der Anlass, mit bildgebenden Verfahren nach einem Gastrinom zu suchen. Häufig wird der Tumor rechtzeitig entdeckt und kann durch chirurgische Resektion geheilt werden. Andernfalls bleibt eine symptomatische Behandlung.

→ Dazu siehe hier.

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