Dysurie

Prostata Blase Urologie Harnwege

Unter Dysurie wird eine unangenehme und erschwerte Blasenentleerung (Miktion) verstanden, häufig ist sie zudem schmerzhaft. Frauen sind sehr viel häufiger betroffen als Männer.

Die Dysurie weist auf eine Blasenentleerungsstörung hin, wie sie aufgrund einer Reihe krankhafter Umstände eintreten kann. Die Hauptursachen sind:

  • eine Blasenentzündung (Zystitis),
  • eine Harnröhrenentzündung (Urethritis)
  • eine Entzündung der Scheide (Vaginitis), besonders bei Frauen nach der Menopause
  • eine Prostataerkrankung (z. B. Prostatitis),
  • eine neurologische Erkrankung.

Bei einer schmerzhaft eingeschränkten Blasenentleerung ist eine Harnwegsinfektion mit E. coli am häufigsten. Differenzialdiagnostisch müssen jedoch auch sexuell übertragbare Infektionen, wie Chlamydien, Gonokokken, Ureaplasma, Trichomonaden und Herpes-Viren, berücksichtigt werden.

Eine entzündlich bedingte Dysurie ist meist mit häufigem Wasserlassen in kleinen Mengen (Pollakisurie) verbunden.

Diagnostisch ist die Ursache meist durch Urinbefund, Urinkultur, Nierenwerte und Entzündungswerte klärbar.


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Verweise

Letzte Aktualisierung von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt):
Medizinisch geprüft von

Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Letzte medizinische Prüfung:

Von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Studium in Freiburg und Wien, biochemische Forschung in Bochum über Glykoproteine. Klinische Ausbildung und Forschung über Gallensäuretransport und Cholestase an der Universitätsklinik Freiburg. Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Habilitation. Chefarzt in Berlin und Frankfurt (Oder).