Skotom

Das Skotom ist ein Bezirk des Sehfelds, welcher zum differenzierten Sehen stark eingeschränkt oder vollständig ausgefallen ist.

Der blinde Fleck eines Auges ist ein physiologisches Skotom. Er zeigt die Stelle an, wo der Sehnerv (Nervus opticus) durch die Netzhaut tritt.

Krankhafte Verluste der Sehfähigkeit in einem Teilbereich des Sehfelds treten bei Erkrankungen der Netzhaut (Retina) oder des Gehirns (der Sehbahn oder des Sehzentrums im Okzipitalhirn) auf.

Ursachen

Ursachen eines krankaften Skotoms können das Auge, die Sehbahn und die mit der Verarbeitung der Sehinformationen befassten Gehirnbezirke betreffen.

Ursachen im Auge

  • eine Netzhautablösung,
  • eine akute Durchblutungsstörung der Netzhaut, z. B. bei einer
    • Zentralvenenthrombose oder Zentralarterienembolie,
    • retinalem Vasospasmus,
  • ein Glaukomanfall,

Ursachen im Gehirn

  • ein Schlaganfall,
  • ein Hirntumor,
  • eine Migräne mit vorübergehendem „Flimmerskotom“ (Bezirk von Flimmern und hellen Lichterscheinungen, meist nicht im Zentrum des Sehens gelegen).

Flimmerskotom

Das Flimmerskotom (engl.: scintillating scotoma) ist eine Sonderform eines Sehfeldausfalls und kann mit und ohne Migräne auftreten. Es ist durch einen hell flimmernden Ausfall eines Teils des Gesichtsfelds gekennzeichnet, oft ähnlich einer Lichtblendung. Im Rahmen einer Migräne ist es assoziiert mit einseitigen Kopfschmerzen (Hemikranie), Lichtempfindlichkeit und Übelkeit. Meist tritt die Erscheinung plötzlich auf und verschwindet wieder spontan innerhalb von etwa 30 Minuten. Ein ohne Migräne auftretendes kurzzeitiges Flimmerskotom sollte abgeklärt werden, ist aber meist nicht behandlungsbedürftig.


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Verweise

Letzte Aktualisierung von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt):

Von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Approbation, Promotion Medizinische Fakultät Universität Freiburg, 3 Jahre Biochemische Forschung Universität Bochum, Klinische und experimentelle Forschung in Zusammenarbeit mit dem Biochemischen Institut der Naturwissenschaftlichen Fakultät Freiburg und dem Institut für Informatik Würzburg. Habilitation an der Medizinischen Klinik der Universität Freiburg. Chefarzt der DRK-Kliniken Berlin und am Klinikum Frankfurt (Oder). Veröffentlichungen in verschiedenen hochrangigen Peer-Review-Journals inkl. Hepatology, Artif Intell Med., J Lipid Res., Adv Enzyme Regul., Dtsch Med Wochenschr., Med Welt., Z Krebsforsch., Ultraschall Med.