Meningismus

Meningismus ist ein klinisches Symptom, das auf eine vermehrte Reizbarkeit der Hirnhäute (Meningen) hinweist. Er besteht aus folgenden 3 Zeichen

  • Nackensteife,
  • Lichtüberempfindlichkeit (Photophobie),
  • Kopfschmerzen.

Prüfung auf eine meningeale Reizung

Die klinische Prüfung auf Meningismus erfolgt durch verschiedene klinische Tests:

  • Nackensteife: Sie wird geprüft, indem versucht wird, den Kopf des liegenden Patienten anzuheben. Es kommt umgehend zur Gegenwehr durch heftige Anspannung der Nackenmuskulatur.
  • Kernig’sches Zeichen: Die Beine werden in Hüfte und Knie 90 Grad gebeugt. Anschließend werden die Unterschenkel bei belassener 90-Grad-Beugung der Hüfte langsam gestreckt. Dies führt zu starken Kopf- und Nackenschmerzen und reaktiv zu Widerstand gegen die Streckung.
  • Brudzinski’sches Zeichen: Eine Vorbeugung des Kopfs führt, um die dabei entstehenden Nackenschmerzen zu mindern, zu einer reaktiven Hüftbeugung.

Ursachen

Die Hauptursachen eines Meningismus sind:

  • eine Hirnhautentzündung (Meningitis),
  • eine Subarachnoidalblutung,
  • jede hochfieberhafte Erkrankung, vor allem bei kleinen Kindern.

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Verweise

Letzte Aktualisierung von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt):

Von Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (Arzt)

Approbation, Promotion Medizinische Fakultät Universität Freiburg, 3 Jahre Biochemische Forschung Universität Bochum, Klinische und experimentelle Forschung in Zusammenarbeit mit dem Biochemischen Institut der Naturwissenschaftlichen Fakultät Freiburg und dem Institut für Informatik Würzburg. Habilitation an der Medizinischen Klinik der Universität Freiburg. Chefarzt der DRK-Kliniken Berlin und am Klinikum Frankfurt (Oder). Veröffentlichungen in verschiedenen hochrangigen Peer-Review-Journals inkl. Hepatology, Artif Intell Med., J Lipid Res., Adv Enzyme Regul., Dtsch Med Wochenschr., Med Welt., Z Krebsforsch., Ultraschall Med.