Definition
Das Horner-Syndrom ist ein neurologisches Zeichen bestehend aus
- Ptosis (Absenkung der Oberlids),
- Miosis (Verengung der Pupille),
- Enophthalmus (Zurücksinken des Augapfels in die Augenhöhle).
Oft ist eine Anhidrosis der gleichseitigen Gesichtshälfte (mangelnde Fähigkeit zu schwitzen) assoziiert.
Ursachen, Entstehung
Das Horner-Syndrom entsteht durch ChMk0b C1N51c“ data-language-for-alternatives=“de“ data-language-to-translate-into=“en“ data-phrase-index=“0″ data-number-of-phrases=“1″>eine Schädigung des okulosympathischen Weges (vom Hypothalamus bis zum Auge). Der Weg umfasst drei Neuronenstationen.
- ChMk0b C1N51c“ data-language-for-alternatives=“de“ data-language-to-translate-into=“en“ data-phrase-index=“0″ data-number-of-phrases=“1″>“ data-language-for-alternatives=“de“ data-language-to-translate-into=“en“ data-phrase-index=“0″ data-number-of-phrases=“1″>Neuronen erster Ordnung (im Hypothalamus, wobei Axone durch den Hirnstamm in das Rückenmark wandern.
- ChMk0b C1N51c“ data-language-for-alternatives=“de“ data-language-to-translate-into=“en“ data-phrase-index=“0″ data-number-of-phrases=“1″>“ data-language-for-alternatives=“de“ data-language-to-translate-into=“en“ data-phrase-index=“0″ data-number-of-phrases=“1″>Neuronen zweiter Ordnung befinden sich im Hals- und Brustmark. Die Nervenausläufer des Spinalkerns wandern durch die obere Brusthöhle und bilden die nächsten Synapsen im oberen Halsganglion.
- ChMk0b C1N51c“ data-language-for-alternatives=“de“ data-language-to-translate-into=“en“ data-phrase-index=“0″ data-number-of-phrases=“1″>“ data-language-for-alternatives=“de“ data-language-to-translate-into=“en“ data-phrase-index=“0″ data-number-of-phrases=“1″>Neuronen dritter Ordnung liegen im oberen Halsganglion und senden ihren Axone (lange Ausläufer, Nervenfasern) entlang der Halsschlagadern (A. carotis) zum Kopf und erreichen das Auge.
ChMk0b C1N51c“ data-language-for-alternatives=“de“ data-language-to-translate-into=“en“ data-phrase-index=“0″ data-number-of-phrases=“1″>“ data-language-for-alternatives=“de“ data-language-to-translate-into=“en“ data-phrase-index=“0″ data-number-of-phrases=“1″>Krankhafte Geschehen auf diesem gesamten Verlauf können Ursachen für ein Horner-Syndrom sein. Grob unterschieden werden
- eine zentrale Schädigung (Hypothalamus, Bulbus, oberes Rückenmark) und
- eine periphere Schädigung (Schädigung zum Kopf ziehender sympathischer Nervenfasern nach Austritt aus dem Rückenmark).
In einer Zusammenstellung von Ursachen waren Eingriffe im Hals-, Brust-, Schädelbasis- und im paraspinalen Bereich die häufigsten Ursachen, eine zervikale Karotisdissektion die zweithäufigste und ein Tumor die nächst häufige Ursache. 1
Diagnostik und Differenzialdiagnosen
Der klinische Aspekt (Miosis und Ptosis) ist meist ausschlaggebend.
In Zweifelsfällen kann ein Apraclonidin-Test (mit einem Sympathomimeticum (s. o.) Klärung bringen. Er beruht darauf, dass die Dichte der Alpha-1-Rezeptoren an der Pupille reaktiv steigt. Daher wirkt Apraclonidin, ein schwacher alpha-adrenerger Stimulator, besonders stark und bewirkt eine Puppillenerweiterung, die stärker ausfällt als bei einer Pupille, die nicht denerviert ist.
Wenn der Befund eines Horner-Syndroms feststeht, ist seine Ursache zu diagnostizieren. Folgende Diagnosen sind dabei in erster Linie zu berücksichtigen:
- Schilddrüsenkarzinom (Schilddrüsenwerte, Schilddrüsensonographie),
- Aortendissektion, Carotisdissektion (Sonographie, Gefäßdoppler, CT, MRT)
- Pancoast-Tumor: ein Tumor an der Lungenspitze; er war früher bei dort lokalisierten Narben einer Tuberkulose häufiger (CT, MRT, Histologie),
- Syringomyelie (Liquor, MRT),
- Hirntumor, z. B. Glioblastom (CT, MRT), bei Kindern häufig Neuroblastom (ein Tumor, der der Neuralleiste entstammt) 2 3
- Folge eines Eingriffs, z. B. einer Stellatum-Blockade (zur Verbesserung der Durchblutung der Arme, z. B. beim Raynaud-Syndrom) oder einer Schilddrüsenoperation 4
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